Hallo ihr Lieben!

Und wie die Zeit verfliegt. Schon sind wir im neuen Jahr angekommen. Das „Jahr des Pferdes“, noch immer nicht ganz gehäutet vom „Jahr der Schlange“ 2025, galoppiert bereits das Jahr 2026 und alle damit verbundenen Eindrücke dahin. Geht es euch auch manchmal so, dass ihr das Gefühl habt, ihr befindet euch in einem extrem schnellen Zug, der mit gefühlt 300 Stundenkilometern durch deine Tage braust und du weder gedanklich noch gefühlsmäßig mithalten kannst. Du fragst dich dann, wo sind bloß die letzten Wochen verschwunden? Ich weiß schon nicht mehr, was ich vorgestern zu Mittag gegessen habe und sollte heute noch tausend Dinge erledigen, damit ich beruhigt und erfüllt einschlafen kann …

Als Anfang dieses Jahres meine Tochter ihren 18. Geburtstag gefeiert hat, wurde mir klar, dass es für mich Zeit ist, ganz loszulassen. Sie ihre Erfahrungen und Schritte selbst machen zu lassen. Wenn sie mich braucht, dann unterstütze ich natürlich gerne, aber nicht mehr ungefragt. Das ist ein echter Lernprozess für mich, weil ich gerne Mama bin und auch das „Helfersyndrom“ wie viele Frauen bereits bei der Geburt mitbekommen habe. Auf der anderen Seite ist es auch erleichternd, weil ich weiß, dass sie viele Dinge selbst erledigen kann und damit auch noch selbstständiger wird und das tut auch ihrem Selbstbewusstsein gut. Ein paar Tage nach ihrem Geburtstag fand dann auch noch die praktische Führerschein-Prüfung statt. Puh, das war eine Herausforderung für meine Tochter … und auch für mich. 😉 Im Sommer hatte sie bereits erfolgreich die theoretische Führerschein-Prüfung abgeschlossen und danach durfte ich mit ihr ganz viele Übungsfahrten absolvieren. Natürlich hatte sie immer wieder zwischendurch Fahrstunden mit einem richtigen Fahrlehrer, zum meinem Glück, da ich darin wirklich nicht sehr gut bin. Ich habe mein Bestes gegeben und ihr beigebracht, was wichtig ist für die Sicherheit beim Autofahren. Wir haben sämtliche umliegende Ortschaften und Städte gemeinsam besucht und haben das auch ausgenutzt, um einige nette Lokale zu testen. So viel Zeit habe ich schon lange nicht mit meiner Tochter gemeinsam verbracht, was ja normal in diesem Alter ist … Am Feiertag vor der Prüfung waren wir nochmals am Übungsplatz und meine Tochter hat alle Übungen nochmals drei Mal durchgeführt. Wir sind noch zweimal auf die Schnellstraße aufgefahren und natürlich waren wir auch noch in der Stadt unterwegs. Als der Prüfungstag dann kam, war ich in der Früh fast nervöser als sie. Schließlich habe ich sie bis dahin begleitet, auch immer wieder mental. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Ich habe nochmals alle meine Weisheiten herausgelassen, sie mit Düften und vielen anderen „Werkzeugen“ gestärkt (und auch mich selbst 😉) und gut darauf mental vorbereitet. Wir sind noch die wichtigsten technischen Details durchgegangen und auf was sie aufpassen soll. Dann kam die Stunde der Wahrheit. Der Prüfer kam uns entgegen mit einem freundlichen Lächeln, da atmeten wir beide gleich auf und waren uns bewusst, wir hatten gut manifestiert und einen freundlichen, fairen Prüfer erwischt. Am Anfang war ein kurzes Einführungsgespräch mit der Beschreibung aller Teile der Prüfung und deren Ablauf. Da meine Tochter sich für das private Auto entschieden hat, musste ich nämlich bei der Prüfung anwesend sein (anstatt des Fahrlehrers, wenn man mit dem Fahrschulauto antritt). Bei den technischen Fragen war meine Tochter noch ziemlich aufgeregt und stand einmal kurz auf der Leitung. Der Prüfer merkte aber, dass sie es weiß, nur zu aufgeregt momentan ist, um es zu beantworten. Also bohrte er weiter nach und formulierte seine Fragen anders. Und Gott sei Dank fiel es ihr dann ein. Dann absolvierte sie mit Bravour ihre 5 Übungen am Übungsparkplatz. Danach ging es dann in den Stadtverkehr mit dem netten Prüfer am Rücksitz. Ich durfte nichts sagen und helfen, außer es wäre ein Notfall, dann durfte ich eingreifen. Ansonst würde die Prüfung sofort abgebrochen, wenn ich mich einmischen würde … Clara folgte den Anweisungen des Prüfers und fuhr am Stadtrand und in einer Nachbarortschaft herum. Zweimal schickte sie der Prüfer auf die Schnellstraße, weil ihm das scheinbar sehr wichtig war. Gott sei Dank haben wir das wirklich oft geübt, vielleicht in leiser Voraussicht. Danach fand dann noch ein kurzes Nachgespräch am Übungsplatz statt, wo der Prüfer noch einige Fragen gestellt und die Fahrfehler alle analysiert hat. Als er dann zusammengerechnet und das Prüfungsprotokoll nochmals durchgesehen hat, wurden wir beide wieder etwas nervös. Dann lächelte der Prüfer und sagte „Du hast bestanden. Es war vielleicht nicht deine beste Fahrt, aber es reicht. Gratuliere!“ Puh, tiefes Durchatmen und dann vor lauter Erleichterung lächeln, das war das Einzige was ich in diesem Moment konnte. Es war endlich geschafft. Ich war so unendlich stolz auf meine Tochter. Das ist ein großer Schritt für die Selbstständigkeit.
Sie hat dann gleich ihren Papa angerufen und ganz glücklich von der geschafften Prüfung erzählt. Es lag so viel Freude und Erleichterung in der Luft und irgendwie konnte ich es vom Verstand noch gar nicht ganz fassen … Es war wirklich geschafft, gleich beim ersten Mal.

Ach ja, das habe ich noch gar nicht erzählt. Meine Tochter hat zu ihrem 18. Geburtstag sogar ein eigenes Auto von ihrem Papa bekommen! Ein süßen schwarzen Flitzer, der sehr gut zu ihr passt und am Fahrerspiegel klebt ein Aufkleber „I love you, drive safe“. Da kamen mir die Tränen vor Rührung.
Ja, die Liebe zum eigenen Kind ist schon was Besonderes und Einzigartiges und hält ein Leben lang, egal wie alt sie sind … Sie bleiben immer unser Kind.
Jetzt düst meine Tochter alleine mit ihrem neuen Flitzer herum und hat sogar alleine in der ersten Woche eine Freundin in Wien besucht, was ich sehr mutig fand. Aber das ist das Beste, was man machen kann nach der bestandenen Prüfung … fahren, fahren, fahren. 😉

Tja, und was mache ich jetzt mit so viel Zeit für mich, nachdem wir keine Übungsfahrten mehr machen müssen? Plötzlich habe ich wieder Zeit für mich. Ich war – gefühlt nach einer Ewigkeit – endlich wieder beim Yoga. Meine Yoga-Lehrerin grinste und meinte „Ich erkenne dich noch wieder“. Da musste ich auch schmunzeln und freute mich, meinem Körper und meiner Seele wieder etwas Gutes tun zu können.

Und in den Weihnachtsferien hatten wir ja sogar mehrere Geburtstage, nicht nur den 18. meiner Tochter. Auch mein Partner feierte eine paar Tage nach Weihnachten einen Halbrunden. Es war ein sehr schöner Tag gemeinsam mit sehr lieben Menschen. Und ich habe meine köstliche Sachertorte gebacken, die gut ankam. Ich selbst bin ja auch die beste Abnehmerin davon. 😉 Wenn ich nur aufhören könnte … Süßes ist halt mein großes Laster, ich gebe es zu. Aber es wird schon besser und es gibt immer wieder Tage bzw. Zeiten, wo ich nichts oder fast nichts nasche …

Und da fällt mir auch noch ein, dass ich einen wundervollen Kurzurlaub mit meinem Partner nach meinem Geburtstag in meiner Lieblingstherme verbracht habe. Das hat uns beiden so gut getan, ein paar Tage Auszeit und ganz viel Zeit für uns gemeinsam. Das heiße Thermenwasser, das köstliche Essen und die wunderschöne, einzigartige Kulisse haben wir in vollen Zügen genossen, als wären wir das erste Mal auf Urlaub. Für meinen Partner war es auch das erste Mal in dieser besonderen Therme, die für mich wie ein Kraftort ist und wohin ich schon lange Zeit regelmäßig hinfahre.

So, ich glaube, das waren alle Highlights der letzten Monate … Jetzt seid ihr wieder up to date. 😉

Alles Liebe
Eure Elfriede